Commerzbank-Analyst Volkmar Baur hebt hervor, dass die japanische Inflation im Februar stärker als erwartet gefallen ist, wobei schwache Dienstleistungs- und Lebensmittelpreise trotz höherer Ölpreise auf eine anhaltende Disinflation hinweisen. Er argumentiert, dass dieser Hintergrund die Bank of Japan nicht zu sofortigem Handeln zwingt, erwartet eine konservative politische Reaktion auf steigende Energiekosten und sieht den japanischen Yen profitieren, wenn der Iran-Konflikt endet.
Schwacher Kerndruck begrenzt BoJ-Dringlichkeit
„Die japanische Inflation fiel im Februar deutlicher als erwartet. Der Anstieg im Jahresvergleich lag im letzten Monat bei nur 1,3 %, 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Januar und unter der Medianprognose der von Bloomberg befragten Analysten."
„Saisonbereinigt fielen die Preise gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, wobei zu beachten ist, dass dies größtenteils durch einen Rückgang der Energiepreise bedingt war. Dies mag den Eindruck erwecken, dass die Zahlen angesichts des Iran-Konflikts veraltet sind und wenig Einblick in die Zukunft bieten, aber so einfach ist es nicht."
„Denn eines ist klar: Der Anstieg der Ölpreise dürfte die Inflation im März allein durch Benzinpreise um etwa 0,3 Prozentpunkte höher treiben als im Februar. Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass sich der allgemeine Inflationsdruck weiter zu verringern scheint."
„Alles in allem ist dies wahrscheinlich ein Umfeld, das die Bank of Japan nicht zu sofortigem Handeln zwingt. Steigende Energiepreise werden die Inflation tatsächlich in die Höhe treiben. Allerdings überwiegen im Moment noch die desinflationären Trends. Die Bank of Japan wird daher wahrscheinlich viel konservativer auf den Anstieg der Energiepreise reagieren, obwohl der Markt dies bereits antizipiert. Umgekehrt bedeutet dies, dass der JPY wahrscheinlich profitieren wird, wenn der Konflikt endet."
„Preisdaten aus dem März deuten auch darauf hin, dass, obwohl die Benzinpreise erheblich steigen, dies noch nicht die Lebensmittelpreise zu beeinflussen scheint. Die Preise für Obst, Gemüse und Reis sind im März offenbar weiterhin leicht gefallen, was den Anstieg der Inflation in diesem Monat weiter dämpfen sollte. Darüber hinaus profitiert Japan in diesem Fall davon, dass Benzin nur 1,8 % des Verbraucherpreiskorbs ausmacht – deutlich weniger als in anderen Ländern."
(Dieser Artikel wurde mithilfe eines Künstliche-Intelligenz-Tools erstellt und von einem Redakteur überprüft.)
Quelle: https://www.fxstreet.com/news/jpy-disinflation-tempers-energy-shock-commerzbank-202603240611



