Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sagte, ein lange besprochener Plan, um die Konten des Blockchain-Netzwerks flexibler zu machen, werde nun vielleicht bald umgesetzt.
Am 28. Februar stellte Buterin ein Design mit Account Abstraction vor, das mit dem Hegota-Fork des Netzwerks möglich werden könnte.
Buterin beschrieb EIP-8141 als Herzstück des Vorschlags, ein umfassendes Design, das die letzten Herausforderungen der Account Abstraction angeht.
Das Ziel ist es, Wallets in programmierbare Konten zu verwandeln, die mehrere Aktionen bündeln, Signaturschemata ändern und Multisig-Kontrollen unterstützen können. Dadurch wird es außerdem möglich, die Genehmigung einer Transaktion von der Gaszahlung zu trennen.
Viele Ethereum-Nutzer verwenden heute überwiegend extern verwaltete Konten (EOAs), die sie mit privaten Schlüsseln kontrollieren und meist mit ETH füllen, um Gasgebühren zu zahlen.
Nach Buterins Vorschlag würden Transaktionen als “Frame Transactions” angeordnet werden.
Dies ist ein Aufbau, bei dem Aktivitäten in eine Reihe von Aufrufen unterteilt werden. Diese können einen Absender prüfen, einen Gaszahler genehmigen und eine oder mehrere Aktionen ausführen.
In der Praxis kann eine Transaktion zum Beispiel getrennte Frames für Validierung und Ausführung enthalten. Für kompliziertere Abläufe könnte ein zusätzlicher Deployment-Frame genutzt werden, falls das Konto noch nicht auf der Blockhain existiert.
Dadurch würden Batch-Operationen, wie das gleichzeitige Genehmigen und Ausgeben eines Tokens in einer einzigen, atomaren Reihenfolge, leichter in einer Transaktion möglich werden.
Buterin betonte außerdem die Bedeutung von „Paymaster“-Verträgen. Damit könnten Nutzer Transaktionsgebühren mit anderen Vermögenswerten statt ETH bezahlen. Solche Verträge könnten Anwendungen erlauben, die Nutzergebühren direkt zu übernehmen.
Zum Beispiel nannte er einen Paymaster, der RAI akzeptiert, ETH für Gas in Echtzeit bereitstellt und den nicht verwendeten Betrag am Ende der Transaktion zurückzahlt.
Er erklärte, dieses Vorgehen würde die heutigen Systeme für gesponserte Transaktionen erhalten, aber gleichzeitig die Abhängigkeit von Vermittlern verringern.
Der Vorschlag könnte außerdem Auswirkungen auf Privatsphäre-Tools im Blockchain-Netzwerk haben.
Buterin sagte, Paymaster könnten so gestaltet werden, dass sie Zero-Knowledge-Proofs prüfen und Gas zahlen, wenn diese gültig sind.
Er verwies auch auf „2D Nonces” als eine Möglichkeit, dass ein einzelnes Konto Transaktionen von mehreren Nutzern gleichzeitig erhalten kann. Das könnte Privatsphäre-Systeme verbessern.
Laut Buterin ist vielleicht jedoch der größte Knackpunkt beim Design nicht die Blockchain selbst, sondern der Mempool – hier werden Transaktionen verbreitet, bevor sie in einen Block kommen.
Seiner Meinung nach könnte eine sehr komplexe Validierungslogik unsicher sein, wenn sie weithin verbreitet wird. Deshalb müssten die ersten Regeln für den Mempool wahrscheinlich vorsichtig sein und könnten sich erst nach und nach erweitern.
Er ergänzte, dass Account Abstraction FOCIL ergänzen würde – einen anderen Vorschlag, der die Aufnahme von Transaktionen verbessern solle.
Buterin wies darauf hin, dass Entwickler auch diskutierten, wie bestehende Konten mit dem neuen System kompatibel gemacht werden können.
Dadurch könnten herkömmliche Wallets künftig ebenfalls von neuen Funktionen wie Batch-Operationen und der Übernahme von Gasgebühren profitieren.
Der Beitrag Vitalik Buterin kündigt großes Update für das Ethereum-Wallet an erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


