Eine bescheidene Behauptung. Eine kühne Zahl. Beides steht diese Woche für Bitcoin zur Debatte, während die Diskussion darüber, wie kurzfristige Serien von Preisgewinnen zu interpretieren sind, lauter wird.
Krypto-Analyst Timothy Peterson hat darauf hingewiesen, dass die Hälfte der letzten 24 Monate positive Renditen zeigte. Auf Basis von Berichten gab er dann eine Wahrscheinlichkeit von fast 90%, dass Bitcoin in 10 Monaten höher stehen würde.
Dieser Sprung von einer einfachen Zählung zu einer festen Wahrscheinlichkeit ist der Aufmacher. Er sollte mit sorgfältigen Fragen begegnet werden, wie die Quoten berechnet wurden und welche Annahmen in das Modell eingebaut wurden.
Peterson stützte seine Ansicht auf eine Überprüfung monatlicher Leistungsdaten. Von CoinGlass zusammengestellte Zahlen zeigen, dass Bitcoin sechs Monate des Jahres 2025 im positiven Bereich abschloss, während die verbleibenden sechs niedriger endeten.
Laut den Daten endeten 50% der vergangenen 24 Monate mit Gewinnen. Peterson sagte, er verfolge dieses rollende Zwei-Jahres-Fenster, um potenzielle Wendepunkte im Preistrend zu erkennen.
Ein Austausch von Wetten zeigt eine sehr unterschiedliche Sicht. Polymarket bewertet Dezember derzeit nur mit einer 17%-Chance als besten Monat des Jahres 2026, wobei November geringfügig höher liegt.
Diese Zahlen beantworten eine andere Frage als die von Peterson: Sie spiegeln Marktwetten wider, welcher Monat andere übertreffen wird, nicht ob der Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt einfach höher sein wird.
Wettmärkte können stumpfe Werkzeuge sein, aber sie packen die kollektive Ansicht vieler Händler in eine einzige Zahl.
Bitcoin-Preisentwicklung
Der Preis war nicht ruhig. Bitcoin wurde diese Woche in einer Spanne von etwa 67.000–68.000 $ gehandelt, während sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärften.
Sichere Häfen wie Gold und Öl sprangen aufgrund von Nachrichtenflüssen, und Bitcoin spürte den Druck, als einige Käufer zurücktraten. Gleichzeitig zeigten Live-Ticker, dass der Token etwa 20% unter seinem Niveau zu Jahresbeginn lag, eine Erinnerung daran, dass Schlagzeilen-Prozentsätze breite Intraday-Schwankungen verbergen.
Analysten sind gespalten
Die Stimmen vom Handelsplatz sind geteilt. Michael van de Poppe deutete an, dass kurzfristig grüne Kerzen kommen könnten, und forderte Händler auf, auf einen Aufschwung zu achten. Andererseits hat Peter Brandt argumentiert, dass ein tieferer Tiefpunkt möglicherweise erst Ende 2026 eintritt.
Beide Ansichten beruhen auf unterschiedlichen Signalsätzen – eine auf Momentum und Chartstruktur, die andere auf längeren Zyklusmustern und dem Risiko makroökonomischer Schocks.
Währenddessen würden Flussdaten aus Spot-ETF-Käufen, Derivate-Positionierung und On-Chain-Liquiditätszahlen jeder Prognose Gewicht verleihen.
Petersons Prognose kommt, während die Stimmung am Kryptomarkt weiter sinkt, wobei Berichte feststellen, dass Diskussionen und Aktivitäten rund um Bitcoin-Vorhersagen nachgelassen haben. Händler scheinen vorsichtig zu sein und wägen vergangene Trends gegen die aktuelle Unsicherheit am Markt ab.
Beitragsbild von Vecteezy, Chart von TradingView


