Brasilien hat eine Reihe von Gegenmaßnahmen vorgestellt, um die Auswirkungen abzumildern, die nationale Produzenten ertragen müssen, da die Trump-Administration ein 50%-Zollregime auf Exporte in die USA verhängt. Die Maßnahmen beinhalten keine Einführung gegenseitiger Abgaben, da Präsident Lula erklärte, dass diese die bereits angespannten bilateralen Beziehungen verschlechtern könnten.
Brasilien, die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt, bereitet sich darauf vor, mit den Auswirkungen des von der Trump-Administration verhängten 50%-Zollregimes auf seine Exporte umzugehen. Am Mittwoch stellten brasilianische Behörden ein Hilfspaket vor, das darauf abzielt, Produzenten von Waren zu unterstützen, die diese Abgaben zahlen müssen, um die Auswirkungen dieser Maßnahmen abzumildern.
Der Plan mit dem Namen "Souveränes Brasilien" umfasst eine Kreditlinie von 5,55 Milliarden Dollar, die zur Unterstützung dieser Produzenten verwendet wird, sowie einen weiteren Fonds, der Steuersenkungen für kleinere Unternehmen vorsieht.
Der Plan wurde von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva per Präsidialerlass in Kraft gesetzt und muss vom Kongress unterstützt und genehmigt werden. Obwohl Brasilien eine Regelung genehmigt hatte, die es der Regierung erlaubt, mit gegenseitigen Zöllen auf diese Bedrohung zu reagieren, entschied sich Lula dagegen.
"Wir kündigen keine Gegenmaßnahmen an. Wir wollen zunächst nichts tun, was eine Verschlechterung unserer Beziehungen rechtfertigen könnte", erklärte er.
Die Trump-Administration verknüpfte das neue 50%-Regulierungsregime mit einer angeblich laufenden Zensur-Kampagne der brasilianischen Regierung gegen US-basierte Social-Media-Unternehmen und der "Hexenjagd" gegen den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, der sich derzeit wegen seiner Beteiligung an einem Putschversuch vor Gericht verantworten muss.
Dennoch hat Präsident Lula die US-Einmischung in nationale politische Angelegenheiten zurückgewiesen. "Wir werden auf Verhandlungen bestehen... aber unsere Souveränität ist unantastbar", betonte er.
Kürzlich warnte Eduardo Bolsonaro, brasilianischer Kongressabgeordneter und Sohn von Jair Bolsonaro, dass die US-Regierung mehr Druck auf Brasilien ausüben würde, indem sie neue Sanktionen und weitere Zölle verhängt.
Im Gespräch mit Reuters sagte er, dass Brasilien "mit weiteren Zöllen rechnen könnte, da die brasilianischen Behörden ihr Verhalten nicht geändert haben."
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