Wichtige Erkenntnisse:
Two Seas Capital, das einen Anteil von 6,3% am Bitcoin-Miner Core Scientific hält, erklärte, dass es gegen die vorgeschlagene Übernahme des Unternehmens durch CoreWeave stimmen wird, wie aus einem von der Firma veröffentlichten offenen Brief hervorgeht.
Der Brief, der an die Mitaktionäre gerichtet ist, argumentiert, dass der reine Aktiendeal Core Scientific unterbewertet und Investoren anfällig für Preisschwankungen der CoreWeave-Aktien macht.
Das Unternehmen beschrieb die Transaktionsstruktur als "mangelhaft" und sagte, es glaube, dass der Deal CoreWeave unfair auf Kosten der Core Scientific-Aktionäre bevorzuge.
"Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Fusion dieser beiden Parteien", schrieb Sina Toussi, Gründer und CIO von Two Seas Capital.
"Wir sind auch Investoren in CoreWeave, glauben an seine Strategie und respektieren sein Managementteam. Darüber hinaus haben wir für diese Kombination plädiert, da wir die strategischen Vorteile klar erkennen", sagte Toussi.
Two Seas erklärte, dass es die langfristige Strategie von Core Scientific als Betreiber von Hochleistungs-Computing-Infrastruktur unterstützt und Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens zum unabhängigen Wachstum hat. Es nannte die steigende Nachfrage nach Rechenleistung, angetrieben durch KI-Anwendungen, als einen Schlüsselfaktor für seine Entscheidung.
Während Two Seas auch eine Investition in CoreWeave hält und die strategische Begründung hinter einer Fusion anerkennt, forderte es den Vorstand von Core Scientific auf, Bedingungen zu sichern, die den vollen Wert des Unternehmens einschließlich potenzieller Synergien erfassen.
In dem Brief heißt es, dass Two Seas plant, andere Aktionäre zu bitten, gegen die aktuellen Bedingungen zu stimmen, sofern keine Änderungen vorgenommen werden.
"Wir glauben, dass die vielversprechendsten Tage des Unternehmens noch vor uns liegen", heißt es in dem Brief. "Unserer Ansicht nach gibt es keinen zwingenden Grund, Core Scientific zu einer enttäuschenden Bewertung mit einer mangelhaften Struktur zu verkaufen."
Einige institutionelle Investoren hinterfragen reine Aktienfusionen mit Infrastrukturunternehmen, die mit KI verbunden sind, besonders wenn Dealstrukturen die Aktionäre nach Abschluss Preisschwankungen aussetzen. Diese Bedenken konzentrieren sich oft darauf, ob reine Eigenkapitaltransaktionen in volatilen Märkten ausreichenden Schutz oder Wert bieten.
Der Fall Core Scientific weist auch auf eine laufende Debatte darüber hin, wie stark die zukünftige Nachfrage nach Recheninfrastruktur in die Dealpreisgestaltung einfließen sollte. Mit zunehmendem Wettbewerb und sich verändernden Asset-Bewertungen könnten Aktionärsabstimmungen zu einem aktiveren Checkpoint bei der Bestimmung der Konsolidierungsrichtung in diesem Sektor werden.


